BAG: Elternzeit muss schriftlich und eigenhändig unterschrieben beim Arbeitgeber beantragt werden

Das Elternzeitverlangen nach § 16 Abs. 1 S.1 BEEG erfordert strenge Schriftform im Sinne von § 126 Abs. 1 BGB. Es muss deshalb von der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer eigenhändig durch Namensunterschrift unterzeichnet werden. Ein Telefax oder eine E-Mail wahrt die von § 16 Abs. 1 S. 1 BEEG vorgeschriebene Schriftform nicht und führt nach § 125 S. 1 BGB zur Nichtigkeit der Erklärung (BAG, Urteil vom 10.05.2016 – 9 AZR 145/15).