OLG Hamm: Umfassendes Wettbewerbsverbot des Geschäftsführers verstößt gegen gute Sitten

Ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot ist nur dann wirksam, wenn es in zeitlicher, örtliche und gegenständlicher Hinsicht auf das notwendige Maß beschränkt bleibt. Nur dann besteht ein schützenswertes Interesse vor einer illoyalen Verwertung der Erfolge der gemeinsamen Arbeit.

Dagegen ist ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot, das jegliche Dienstverhältnisse und jegliche Beteiligung bei einem Wettbewerbsunternehmen oder einem mit einem Wettbewerbsunternehmen verbundenen Unternehmen umfasst, sittenwidrig. Insbesondere kann nicht verboten werden, dass jemand in einem Unternehmen ohne unternehmerischen Einfluss arbeitet (OLG Hamm, Urteil vom 08.08.2016 - 8 U 23/16).